Montag, 14. September 2015

immer passiert nur scheiße.
war ja absolut klar, dass die Sache mit F voll nach hinten losgeht.
war ja auch absehbar.
wieso werde ich nicht genauer erläutern.
ich hab die Sache beendet und nun hab ich den stress an der backe.
scheiße.
miese scheiße.
die Semesterferien neigen sich zum ende. bald muss ich zurück in meine verhasste hässliche Stadt.
ich will dort gar nicht mehr wohnen. die einzige, wegen der ich dort gerne bleibe ist M.
auf die anderen kann ich komplett scheißen.
idioten.
wäre ich mal mit M zusammen gezogen, sie ist die einzige, die mich versteht.
die Semesterferien hab ich mich kein einziges mal bei F gemeldet.
weil ich wusste, dass es ein fehler war. ich bereute es seid der ersten sekunde.
Alkohol. auch ein grund für menschliches versagen.
dabei hat sich alles zum guten gewendet.
ich hab keinen Gedanken an F verschwendet. er ist ja auch keinen wert.
viel mehr habe ich jemanden kennen gelernt, der es wirklich wert ist....
und nun kommen wir wieder zum menschlichen versagen.
wobei ich in diesem fall unendlich gerne versage.

Freitag, 31. Juli 2015

Untitled

you are in my heart

endlich sind die Prüfungen vorbei.
ich kann wieder morgens so lange im bett liegen wie ich lust habe,
abends ausgehen.
Keine Verpflichtungen mehr. Es ist wie Urlaub.
Heute Abend gehen wir nochmal alle zusammen weg.
Ich glaube ich habe mich ein bisschen in F verguckt. Ich fühle mich einfach nur so sehr hingezogen zu ihm. Aber ich glaube es wäre keine schlaue Idee... wir sehen uns fast jeden tag in der uni...
gestern waren wir bei den jungs und haben wie früher als kinder eine deckenhöhle gebaut.
und dann saßen wir nebeneinander darunter, unsere beine haben sich berührt und mein arm lag auf seiner Hand und er hat immer mit dem finger meinen arm gestreichelt.
gestern abend lag ich im bett und hatte Herzklopfen und Schmetterlinge im bauch.
warum passiert mir das immer so schnell.
Gefühle sind menschliches versagen. Ohne wären wir viel stärker.

Montag, 27. Juli 2015

low battery

der Kaffee ist alle.
Ich bin durchgängig müde und würde am liebsten eine ganze Woche durchschlafen.
Diese Prüfungszeit verlangt mir alles ab.
Ich will nicht mehr.
Noch eine einzige. Und dann lass ich mich volllaufen.
In ein paar Tagen geht's zum Festival. Endlich.
M und D werden auch wieder zuhause sein. Und dann heißt es endlich Freizeit.
Und arbeiten. Aber auch Urlaub.
Ich muss diese Semesterferien dringend arbeiten. Dieses chronische Pleitesein muss aufhören.
Ich sehne mich so nach diesem Urlaub.
Wind, Meer, Zelt, Strand, kaltes Wasser, Geruch von Hagebutten.
Immerhin geht es mir schon besser als noch vor ein paar Monaten.
Ich glaub ich war echt depressiv. Wie soll man das anders bezeichnen, wenn man sich Nachts in den Schlaf weint, einfach in der Vorlesung anfängt zu heulen und sich absolut leer innerlich fühlt.
Nicht nur wegen J, auch wegen M. Kurz bevor J starb haben wir uns getrennt.
Und er war echt alles für mich. Ich habe ihm blind vertraut, das war wahre Liebe.
Aber Liebe vergeht.
Und nun kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass ich das alles mit ihm hatte, denn jetzt ist er mir so fremd, so weit von mir entfernt, dass ich es nicht mehr für möglich halte, dass das einmal die Wirklichkeit war...

Sonntag, 26. Juli 2015

Verlust

Jemanden zu verlieren, den man liebt ist das Schmerzhafteste der Welt.
Es war als hätte jemand eine Atombombe in mein Leben geschmissen. Mit Ansage.
"Man ist nie auf das vorbereitet, was man erwartet" steht in meinem Lieblingsbuch "Der Große Trip - Wild".
Wenn man weiß, dass jemand sterben wird, dann denkt man sich, das macht alles irgendwo einfacher.
Man hat Zeit Abschied zu nehmen, man kann noch die restliche Zeit zusammen genießen, weil man auf einmal sieht wie kostbar sie ist und einem bewusst wird das diese gemeinsame Zeit begrenzt ist.
Aber es ist genauso schlimm.
Wie viele Monate war es eine Qual nach Hause zu fahren und gleichzeitig eine Sucht, weil ich keinen Moment fern bleiben wollte. Zuhause war traurige Gesichter, Trauer, Tränen, Tagelang, Wochenlang, Monatelang.
Es war eine Qual.
Ich sah ihm in die Augen und hielt meine Nase an seine, um seinen warmen Atem in meinem Gesicht zu spüren, legte meine Hand auf seinen Bauch um seine Wärme zu spüren, drückte meinen Kopf auf seinen Brustkorb um sein Herz schlagen zu hören.
Nur um es mir einzuprägen, das Gefühl für immer zu speichern.
Ich konnte mir damals nicht vorstellen wie es ohne ihn wäre. Es ging nicht. Er war meine große kleine Liebe.
Am Anfang hatte man es für nichts schlimmes gehalten.
Man ging zum Arzt und dachte es wir wieder alles gut.
Doch irgendwann kam die Gewissheit.
Durch die Medikamente ging es ihm erst besser und es kam die Hoffnung.
Die Hoffnung ist wie ein Hügel und dahinter kommt der Abgrund. Die Hoffnung verdeckt ihn. Man hat ihn aus der Ferne schon gesehen, aber denkt man hätte ihn sich nur eingebildet und er ist gar nicht da.
Manchmal werden Hoffnungen erfüllt.
Aber manchmal werden sie zerstört.
Wir waren noch einmal zusammen im Urlaub. Am Meer und Strand, wo wir schon so oft waren.
Es war schön, es tat gut, es hätte für immer so bleiben können.
Einige Wochen später ging es ihm kontinuierlich schlechter.
Die Hoffnung zerplatze, und dann war da der Abgrund.
Und ich fiel...
Eines Morgens wachte ich von den Stimmen meiner Eltern auf.
Ich ging runter in die Küche. Ich hatte es im Gefühl das heute der Tag war. Ich wäre am liebsten nie aufgewacht.
Er keuchte, die ganze Nacht hatte er nicht richtig Luft bekommen. Der Krebs hatte seine Organe zerfressen und ihm Wasser in die Lunge gepumpt.
Ich wusste ich musste Abschied nehmen.
Ich setzte mich neben ihn, weinend, ich streichelte seinen Kopf.
Und dann ging er, ohne Halsband ohne Leine, denn die brauchte er nicht mehr.
Ich lief ihm nach, denn ich hatte mir geschworen, ich würde ihm noch einmal sagen, dass ich ihn liebe bevor er stirbt.
Er hatte keine Ahnung was ich meinte, er wusste ja nicht was passieren würde.
Er ging wie immer, alt und krank, aber glücklich.
Und dann war er weg, und ich ging wieder hoch, legte mich in mein Bett, starrte in den Himmel und wartete, dass er zurückkam, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass er nicht zurückkommen würde.